Landfrauen-Service erhält Ehrenamtspreis des Kreises Minden-Lübbecke

Landrat Dr. Ralf Niermann (Mitte) überreichte den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis für Ehrenamtliches Engagement an die Vorsitzende des Landfrauen-Service, Iris Niermeyer (6. v. r.) und ihre Vorstandskolleginnen. Die Präsidentin der Westfälisch-Lippischen Landfrauen, Regina Selhorst (4. v. r.) freute sich mit den Landfrauen aus dem Mühlenkreis über die Würdigung. Foto: Pressestelle Kreis Minden-Lübbecke

Landrat Dr. Ralf Niermann (Mitte) überreichte den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis für Ehrenamtliches Engagement an die Vorsitzende des Landfrauen-Service, Iris Niermeyer (6. v. r.) und ihre Vorstandskolleginnen. Die Präsidentin der Westfälisch-Lippischen Landfrauen, Regina Selhorst (4. v. r.) freute sich mit den Landfrauen aus dem Mühlenkreis über die Würdigung. Foto: Pressestelle Kreis Minden-Lübbecke

Minden-Lübbecke (PAM). Den Einsatz für andere Menschen weit über das normale Maß hinaus und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, hat der Kreis Minden-Lübbecke am Montagabend mit dem Förderpreis für Ehrenamtliches Engagement belohnt.

Es sind mehr als 60 Frauen aus dem Mühlenkreis, die dieses Engagement tagtäglich aufbringen und sich vor 20 Jahren zusammengeschlossen haben: im Landfrauen-Service Minden-Lübbecke-Herford. Seither machen sie Angebote für Schulen, wie das gesunde Frühstück, engagieren sich in der Familienbildung mit Ausbildungsangeboten zur Hauswirtschafterin oder der Familienbetreuung, sind als Gästeführerinnen tätig und als Botschafterinnen für heimische Agrarprodukte. Und sie offerieren mit ihrem Haushaltsservice umfangreiche kulinarische Angebote.

Viele Gründe für den Kreisausschuss, einstimmig für die Verleihung des mit 5000 Euro dotierten Förderpreises, der alle zwei Jahre ausgelobt wird, an den Landfrauen-Service zu votieren. Damit werde auch die Nachhaltigkeit des Engagements gewürdigt, betonte Landrat Dr. Ralf Niermann vor Gästen aus verschiedenen Landfrauenverbänden, Politik und Wirtschaft im vollbesetzten Kreistagssaal in Minden. Zudem erläuterte er, die Preisträgerinnen ließen die Traditionen des ländlichen Raumes weiterleben und gestalteten sie dabei gleichzeitig neu.

Unsere Gesellschaft braucht das Ehrenamt

„Unsere Gesellschaft braucht das Ehrenamt und das Ehrenamt braucht die Gesellschaft“, zitierte Niermann Bundespräsident Joachim Gauck. Gleichzeitig erinnerte der Landrat daran, dass ohne die Menschen, die sich weit über das Normale hinaus für andere einsetzen, kaum ein gesellschaftlicher Bereich auskomme.

Diesen Aspekt griff auch die Präsidentin der Westfälisch-Lippischen Landfrauen, Regina Selhorst, in ihrem Grußwort bei der Preisverleihung auf. Rund 43.000 Mitglieder zählt dieser Verband. Mit dem Förderpreis erführe der Landfrauen-Service Minden-Lübbecke-Herford eine große Wertschätzung und deutliche Anerkennung. „Wir brauchen verlässliche Werte, die halten“, sagte die Verbandspräsidentin und mahnte: „Wir haben Überfluss in den Regalen und gleichzeitig mangelt es an Wertschätzung.“

Fehlende Alltagskompetenzen schaffen soziale Probleme

Es seien immer wieder die gleichen Menschen, die die ehrenamtliche Arbeit erledigten, erinnerte die Vorsitzende des Landfrauen-Services, Iris Niermeyer, in ihren Dankesworten, die sie vor allem auch an die vielen Mitstreiterinnen und Mitstreiter richtete. Besonders dankte sie Annegret Treseler, die den Landfrauen-Service mit ins Leben gerufen und sich für das Projekt Familien-Bildung Anno 2003 (FaBiAn) besonders stark gemacht habe. Sie habe immer wieder dafür gesorgt, dass der Landfrauen-Service auch in schwierigen Zeiten, weil es beispielsweise an finanzieller Unterstützung mangelte, durchgehalten habe. Und sie habe immer wieder darauf hingewiesen, dass fehlende Alltagskompetenzen soziale Probleme schafften und die Landfrauen genau diese Alltagskompetenzen vermittelten.

Ehrenamtliches Engagement stand bei dem gesamten, von der Pressestelle-Mitarbeiterin des Kreises, Sarah Golcher, moderierten Festakt im Mittelpunkt. So sorgte der vor 130 Jahren gegründete Posaunenchor Hille für die musikalische Untermalung und Wolfgang Hanke, ehemaliger Lehrer, Laienschauspieler und Vorleser, rezitierte Gedichte rund um das Thema Ehrenamt. Darunter das von Johannes Thomas Hübner, der als Medienberater und ehrenamtlicher Kirchenvorstand tätig ist. Der erste Vers seines Gedichtes lautet: „Willst Du froh und glücklich leben,  – lass ein Ehrenamt dir geben! – Denn es bringt Zufriedenheit – und nimmt den Menschen Einsamkeit. – Man weiß, woher das Gute stammt: – es hilft uns gern das Ehrenamt!“

Landfrauen.de

© Hans-Jürgen Amtage | Pressebüro Amtage, Minden

Kampeter sieht in Workbox wichtigen Bildungsbeitrag

Der Geschäftsführer der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter (l.) und der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Minden-Lübbecke, André M. Fechner (2. v. r.) sind die Ersten, die sich von der Geschäftsführerin des Technikzentrums Minden-Lübbecke, Karin Ressel (r.) und Manufaktur-Betriebsleiter Michael Engelhardt die Workbox erklären ließen. Foto: Pressebüro Amtage

Der Geschäftsführer der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter (l.) und der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Minden-Lübbecke, André M. Fechner (2. v. r.) sind die Ersten, die sich von der Geschäftsführerin des Technikzentrums Minden-Lübbecke, Karin Ressel (r.) und Manufaktur-Betriebsleiter Michael Engelhardt die Workbox erklären ließen. Foto: Pressebüro Hans-Jürgen Amtage

Minden-Lübbecke (PAM). Die vier Buchstaben MINT können in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum für Spaß mit Lerneffekt sorgen.

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) als Weihnachtsgeschenk? Das dürfte normalerweise nicht der Traum von Kindern und Jugendlichen sein. Es sei denn, es handelt sich um die Workbox des Technikzentrums Minden-Lübbecke.

Jener gemeinnützige Verein, der in der alten Zigarrenfabrik im Hiller Ortsteil Südhemmern wirkt, sieht seit 1994 das vorrangige Ziel seiner Arbeit darin, Jugendliche und Erwachsene, vor allem Mädchen und Frauen, über Berufe zu informieren, Erkenntnisse über eigene Fähigkeiten und Talente zu vermitteln sowie Orientierung bei der Berufswahl zu leisten. Mit dem vom Technikzentrum entwickelten Berufsparcours und dem mobilen Talenthaus, das unter dem Motto „Jugend trainieren – Nachwuchs finden“ steht, erreichte der Verein mit Geschäftsführerin Karin Ressel inzwischen mehr als 800.000 Jugendliche vor allem in Nordrhein-Westfalen, aber auch bundesweit.

Etwa 1200 Trainingsprodukte hat das Technikzentrum inzwischen entwickelt. Darunter aktuell die Workbox, die Karin Ressel und der Betriebsleiter der Mitte des Jahres gegründeten „Manufaktur“, Michael Engelhardt, am Montag vorstellten. Die Manufaktur gehört zur Talentfabrik, einer gemeinnützigen GmbH, die als Integrationsunternehmen tätig ist und unter anderem vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe gefördert wird. Acht Vollzeitstellen zählt das Unternehmen inzwischen, davon vier, die mit schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt sind.

Wir produzieren Bildung in Deutschland

„Wir produzieren Bildung in Deutschland“ lautet das Motto der Manufaktur. Und der Geschäftsführer der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der ehemalige langjährige Mindener Bundestagsgeordnete Steffen Kampeter, und der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Minden-Lübbecke (AGV), André M. Fechner, waren die Ersten, die dieses Motto beim Ausprobieren der Workbox auf den Prüfstand stellten. Mit Freude an der Sache, wie sich zeigte.

Ob Zaunflechten oder Büroklammern biegen – Letzteres gehört zum Einstellungstest für angehende Mechatroniker -, Geschicklichkeit und Geduld sind gefragt, wenn man erst einmal in die Workbox gegriffen hat. Dabei haben Ressel und Engelhardt aber auch im Sinn, Kinder und Jugendliche weg vom Plastikspielzeug zu bringen und hin zum handwerklichen Training abseits der digitalisierten Welt aus Personalcomputer und Smartphone.

Kinder und Jugendliche handwerklich nicht mehr trainiert

„Kinder und Jugendliche sind handwerklich nicht mehr trainiert“, hat auch Steffen Kampeter in den vergangenen Monaten seit Antritt seiner Tätigkeit beim BDA in vielen Gesprächen festgestellt. Das merkten auch die Handwerksbetriebe in Deutschland, für die es immer schwieriger werde, Nachwuchs zu finden. Dennoch betont der Geschäftsführer: „Allerdings ist es auch sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche den vernünftigen Umgang mit digitaler Technik lernen.“

Kampeter und Fechner gehen bei dem Thema aber noch mehr in die Tiefe: „Deutschland wird wirtschaftlich nur stark bleiben, wenn wir in den MINT-Berufen stark sind.“ Das Sammeln von Talenten, wie es das Technikzentrum Minden-Lübbecke mache, sei dabei eine „super Initiative“. Hier werde auch berücksichtigt, dass nicht nur die Spitzenförderung im Fokus stehe, sondern ebenso die Integration. Damit leiste die gemeinnützige Einrichtung einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsoffensive für die berufliche Bildung. Die Workbox sei hier ein kleiner Bestandteil.


• Die Workbox mit Material für das Zaunflechten und das Biegen von Büroklammern ist zum Preis von 18 Euro (zuzüglich Versandkosten) erhältlich bei der Manufaktur der Talentfabrik gGmbH, Telefon (0 57 03) 98 19 51, E-Mail m.engelhardt@talentfabrik.de.

Talentfabrik.de

© Text und Foto: Hans-Jürgen Amtage | Pressebüro Amtage, Minden

„Die Hygiene-Ampel ist eine Form von Geschäftsschädigung“

Die CDU-Landtagsabgeordneten Friedhelm Ortgies (l.) und Kirstin Korte (r.) erörterten gemeinsam mit dem Obermeister der Bäcker-Innung Wittekindsland, Markus Redeker (3. v. l.) und der CDU-Landtagskandidatin im Wahlkreis 88, Bianca Winkelmann (2. v. l.) das Thema „Hygiene-Ampel“ für Lebensmittelunternehmen und Gastronomiebetriebe. Foto: Pressebüro Amtage

Die CDU-Landtagsabgeordneten Friedhelm Ortgies (l.) und Kirstin Korte (r.) erörterten gemeinsam mit dem Obermeister der Bäcker-Innung Wittekindsland, Markus Redeker (3. v. l.) und der CDU-Landtagskandidatin im Wahlkreis 88, Bianca Winkelmann (2. v. l.) das Thema „Hygiene-Ampel“ für Lebensmittelunternehmen und Gastronomiebetriebe. Foto: Pressebüro Amtage

Minden/Lübbecke (PAM). „Wo die Hygiene-Ampel gelb leuchtet, wird dem Verbraucher suggeriert: Hier ist ein Drecksladen. Und das kann das Aus für den Betrieb bedeuten.“

Der Obermeister der Bäcker-Innung Wittekindsland, Markus Redeker aus Minden, findet klare Worte, wenn es um das Kontrollergebnis-Transparenz-Gesetz, besser bekannt als Hygiene-Ampel, geht. Dieses „Gesetz zur Bewertung, Darstellung und Schaffung von Transparenz von Ergebnissen amtlicher Kontrollen in der Lebensmittelüberwachung“ liegt zurzeit dem Landtag als Gesetzentwurf der nordrhein-westfälischen Landesregierung vor – und wird vor allem unter den Betroffenen und in der Politik heftig diskutiert.

Am Montag erörterten die CDU-Landtagsabgeordneten Kirstin Korte (Minden) und Friedhelm Ortgies (Rahden) gemeinsam mit der CDU-Landtagskandidatin im Wahlkreis 88, Bianca Winkelmann, die Thematik mit dem Innungsobermeister. Hintergrund war die jüngste Anhörung zu dem Gesetzentwurf, bei dem „punktgenau die Probleme des KTG aufgezeigt“ worden seien, wie Ortgies betont. Der sieht, wie seine Fraktion, große Probleme vor allem auf die kleinen Handwerksbetriebe im Lebensmittelbereich zukommen, wenn die Hygiene-Ampel in der von Rot-Grün vorgelegten Form durchkommt.

Dabei hält Friedhelm Ortgies das Vorgehen von NRW-Umwelt- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) für Fensterreden. „Auf der einen Seite will er Regionalität fördern und erhalten, auf der anderen Seite bereitet er genau diesen regionalen Betrieben mit diesem Gesetz den Garaus.“

Innungsobermeister Redeker fürchtet Arbeitsplatzverluste

Das sieht auch das Bäckerhandwerk so. In einer Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf schreibt der rheinische Bäckerverband: „Wir lehnen Informationen und Transparenz gegenüber dem Verbraucher in keiner Weise ab. Der Versuch, komplexe Produktionsabläufe in Bäckereien auf das Niveau einer Schulnote herunterzuziehen, birgt deutlich mehr Risiken und Unsicherheiten als Vorteile.“ Und der Bundesverband Großhandel – Außenhandel – Dienstleistungen (BGA) kommentiert: „Die Maßnahme ist zudem unangemessen, da unzureichende Kontrollergebnisse auch dann noch veröffentlicht werden müssen, wenn die Mängel längst behoben sind.“

Genau diese und viele andere Probleme sieht auch Innungsobermeister Redeker. „Wir haben bereits eine Lebensmittelüberwachung, die sanktioniert.“ Jetzt laufe es darauf hinaus, dass der Staat kontrolliere und der Verbraucher sanktioniere, ohne die Hintergründe beispielsweise für ein Gelb auf der Hygiene-Ampel zu kennen. „Denn für diese Farbe reicht es schon, wenn man bei der Kontrolle gerade nicht die richtigen Dokumente bereit hat.“

Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landrätin Kirstin Korte beschreibt das noch krasser: „Eine fehlende Dokumentation im Betrieb kann schlimmer sein als Mäusedreck in der Backstube.“ Denn für die Verbraucher sei die Kennzeichnung der Hygiene-Ampel nicht wirklich nachzuvollziehen. Zudem sieht Korte auf die Lebensmittelkontrolle des Kreises bei Umsetzung des Gesetzes erhebliche Mehrbelastung zukommen. „Und das in einer Situation, in der Lebensmittelkontrolleure jetzt schon eine Rarität sind.“ Die Landespolitikerin kommt zu dem Schluss: „Das KTG ist eine Form von Geschäftsschädigung.“ Dabei lehnen auch die Lebensmittelkontrolleure besonders „eine Veröffentlichung von amtlichen Kontrollergebnissen ab“, wie es in einer Stellungnahme des Interessenverbandes der Kontrolleure heißt.

Markus Redeker fürchtet zudem den Verlust von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Schon jetzt führten die vorhandenen Regelungen dazu, dass beispielsweise Bäcker deutlich vor Erreichen der Altersgrenze ihre Betriebe schließen würden. Das KTG werde zu einer noch größeren Vernichtung von Arbeitsplätzen im Lebensmittelhandwerk führen.

Kreishandwerkerschaft Wittekindsland

© Text und Foto: Pressebüro Hans-Jürgen Amtage

Sparkasse unterstützt Schulen mit rund 60.000 Euro

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Minden-Lübbecke, Wolfgang Kirschbaum (3. v. l.) überreichte stellvertretend für fast 80 andere Schulen Fördermittel aus der Sparlotterie der Sparkasse an (v. l.) Nina Doormann, Esther Kipnis, Lennart Ferling und Heike Plöger vom Herder-Gymnasium Minden, Christa Amshoff (Käthe-Kollwitz-Realschule), Katrin Möhring (Grundschule Kutenhausen) sowie Vera Summann und Eduard Reimer von der Freien Evangelischen Schule Minden. Foto: Sparkasse Minden-Lübbecke

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Minden-Lübbecke, Wolfgang Kirschbaum (3. v. l.) überreichte stellvertretend für fast 80 andere Schulen Fördermittel aus der Sparlotterie der Sparkasse an (v. l.) Nina Doormann, Esther Kipnis, Lennart Ferling und Heike Plöger vom Herder-Gymnasium Minden, Christa Amshoff (Käthe-Kollwitz-Realschule), Katrin Möhring (Grundschule Kutenhausen) sowie Vera Summann und Eduard Reimer von der Freien Evangelischen Schule Minden. Foto: Sparkasse Minden-Lübbecke

Minden/Lübbecke. Sparen, Gutes tun und Gewinnen ist das Motto der Sparlotterie der Sparkassen. Der Losverkauf bei der Sparkasse Minden-Lübbecke erbrachte im vergangenen Jahr einen Ausschüttungsbetrag von rund 190.000 Euro. Mit diesen Mitteln konnte die Sparkasse Minden-Lübbecke in diesem Jahr 223 Empfänger aus der Region mit einer Spende aus Mitteln der Sparlotterie unterstützen.

Die heimischen Schulen haben auch in diesem Jahr nicht unerheblich davon profitiert. 77 Fördervereine der Schulen im Geschäftsgebiet der Sparkasse haben 2016 einen Betrag von jeweils 750 Euro erhalten – zusammen eine Summe von 57.750 Euro.

Sparkasse setzt auf Förderschwerpunkte „Kunst und Kultur“

Seit vielen Jahren unterstützt die Sparkasse Minden-Lübbecke alle Schulen im Geschäftsgebiet regelmäßig mit Spenden. Thematische Schwerpunkte sind bei der Förderung auch in der Vergangenheit gesetzt worden. 2015 war es das Thema „mediale Ausstattung“, im Jahr zuvor hatte man Mittel für „mehr Bewegung“ zur Verfügung gestellt und davor die naturwissenschaftlichen Fächer unter dem Motto „Forschung und Technik“ gefördert. Die Förderung von Musik, der Mittagsbetreuung oder des Ballsports standen ebenfalls schon auf dem Plan. Im Rahmen dieser Förderschwerpunkte sind den Schulen in den vergangenen neun Jahren somit nahezu 600.000 Euro zur Verfügung gestellt worden.

Für Schulen eine wertvolle Hilfe

Im Rahmen einer Pressekonferenz in der Mindener Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse waren jetzt stellvertretend für alle Spendenempfänger vier Schulen aus dem Mindener Raum eingeladen. Dabei stellten Vertreter der Schulen und Fördervereine anschaulich die konkrete Verwendung der Fördermittel in ihrer schulischen Arbeit der Öffentlichkeit vor. Für Wolfgang Kirschbaum, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Minden-Lübbecke, hat kulturelle Bildung einen besonderen Stellenwert im Schulalltag. Daher habe sich die Sparkasse Minden-Lübbecke 2016 insbesondere auch für diesen Bereich engagiert.

Die bei der Pressekonferenz vorgestellten Empfänger der Fördermittel:

Grundschule Kutenhausen (Schulleiterin Katrin Möhring)
Die Grundschule konnte in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen feiern. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch ein Kultur-Sommer-Abend veranstaltet. Zur Durchführung wurden ebenso Spendenmittel eingesetzt wie für verschiedene Projekttage, z. B: „Schule mal anders – Projekte nach Wahl“ (Materialbeschaffung für Ton-, Kalligraphie- und Mosaikprojektangebote sowie Stoffdruckerei)

FES Minden (Geschäftsführer Eduard Reimer)
Der Schule ist es ein besonderes Anliegen, den Kindern und Jugendlichen sowie der Elterngemeinschaft auch Zugang zu Kunst und Kultur zu gewähren und gute Angebote zu schaffen. So hat man im vergangenen Schuljahr einen Workshop und einen anschließenden Konzertabend mit Poetryslam von Marco Michalzik veranstaltet. Im Workshop haben die  Schüler der oberen Jahrgänge selber an Texten/Poetryslam gearbeitet und einen Konzertabend mit dieser sehr ansprechenden Wortkunst veranstaltet.

In diesem Schuljahr ist ein Konzertabend mit dem Buchautor, Liedermacher, Musikevangelist und Produzent Jörg Swoboda in Begleitung von dem Pianisten Andreas Reimann geplant. Über die erwähnte musikalische Kunst und die Wortkunst gestalten die Schüler der Gesamtschule und des Gymnasiums aktuell kunstvoll und unter Anleitung einige freie Flächen auf dem Schulhof und in einigen Gebäuden. Im vergangenen Schuljahr wurden im Rahmen einer AG Kunst – Stadtverschönerung einige triste Bushaltestellen und andere Flächen in der Stadt Minden farbenfroh gestaltet. Dies sind ebenso Projekte, das mit Mitteln der Zuwendung möglich wurden.

Käthe- Kollwitz- Realschule (Schulleiterin Christa Amshoff)
Die Käthe-Kollwitz-Realschule engagiert sich im Rahmen des schulübergreifenden Tanzprojektes „Community Dance“. Mit der Spende konnten Kostüme und notwendiges Material für die Teilnehmer der Jahrgänge 8 bis 10 sowie der AG Improvisationstheater Jahrgänge 5 bis 8 angeschafft werden.

Herder-Gymnasium  ( Schulleiterin Heike Plöger und Nina Doormann als Fachlehrerin)
Das Herder-Gymnasium bringt das Rockmusical „Spring awakening“ auf die Bühne. Dieses Musical wird  bei Wikipedia wie folgt beschrieben: “Frühlings Erwachen ist ein Musical von Duncan Sheik (Musik) und Steven Sater (Buch und Liedtexte), das auf dem gleichnamigen Drama von Frank Wedekind basiert. Das zur damaligen Zeit kontroverse Werk aus dem Jahr 1891 spielt im Deutschland des späten 19. Jahrhunderts. Es handelt von Jugendlichen, die im Zuge ihrer Pubertät mit den Problemen psychischer Instabilität und der gesellschaftlichen Inakzeptanz ihrer sexuellen Neugier konfrontiert sind.“

In Kooperation mit dem Stadttheater Minden sind an der Musical-Produktion der Literatur, Instrumental- und Vokalpraktische Kurs der Unterstufe des Herder-Gymnasiums beteiligt.

www.sparkasse-minden-luebbecke.de

1,54 Millionen Euro für Innenstadtprojekte in Minden

Regierungs-Vizepräsident Gernot Berghahn (links) übergibt den Förderbescheid an Bürgermeister Michael Jäcke.  Foto: Pressestelle Stadt Minden

Regierungs-Vizepräsident Gernot Berghahn (links) übergibt den Förderbescheid an Bürgermeister Michael Jäcke. Foto: Pressestelle Stadt Minden

Minden. Die Stadt Minden erhält 1,54 Millionen Euro aus Städtebauförderungsmitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Grund genug für Gernot Berghahn, Vizepräsident der Bezirksregierung Detmold, dafür nach Minden zu kommen und den Zuwendungsbescheid persönlich an Bürgermeister Michael Jäcke zu übergeben.

Der unterschrieb das Papier im Rathaus gerne und hob hervor, dass es Minden – trotz schwieriger Haushaltslage in den vergangenen Jahren – stets gelungen sei, den notwendigen Eigenanteil zur Förderung aufzubringen und die Mittel auch fristgerecht „zu verbauen“. Er dankte neben dem Land auch der Mindener Politik für die wichtigen und richtigen Entscheidungen in der Innenstadtentwicklung. An die Übergabe des Bescheids schloss sich ein rund einstündiger Rundgang durch die Innenstadt und zur Weser an.

Von innen nach außen

Nach der nahezu abgeschlossenen Neugestaltung der Fußgängerzone gehe die Stadt nun quasi „von innen nach außen“ vor, so Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz, in Bezug auf ein geplantes Entwicklungskonzept für das Glacis. Zudem soll ein freiraumplanerischer Wettbewerb Lösungen für eine Neugestaltung der Weserpromenade liefern. Ziel ist es, eine gute Gestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität von der Schlagde bis über die Bastaumündung hinaus zu erhalten, die anschließend umgesetzt werden kann. Rund die Hälfte der nun bewilligten Mittel solle in Maßnahmen aus dem Barriereatlas fließen. Eines der Projekte ist hier die behindertengerechte Gestaltung der Straße „Trockenhof“, die die Obermarktstraße mit der oberen Altstadt verbindet. „Die Straße soll künftig eine maximale Steigung von sechs Prozent haben“, erläuterte Bursian beim Rundgang mit dem Regierungs-Vizepräsidenten.

Gelder für den Verfüngungsfond

Ein weiterer Teil der Landes-Fördermittel fließt in den Verfügungsfonds, aus dem seit 2011 mittlere und kleinere Projekte in der Innenstadt finanziert werden. So konnten aus diesem „Topf“, der mit Geld vom Bund, Land, der Stadt Minden und mit privaten Mitteln gefüllt wird, unter anderem das neue Wasserspiel auf dem Markt, die touristische Beschilderung, das „digitale Minden“, der Skatepark an der Weser, der neue Weserpegel, die „Essbare Stadt Minden“ und das Baustellenmarketing gefördert werden. Der Fonds wird sowohl durch private Mittel als auch durch öffentliche Mittel getragen. Über die Förderung von beantragten Projekten entscheidet ein Vergabegremium aus Vertretern der Politik, dem Einzelhandel und Innenstadtakteuren, so Bursian.

Stadtkämmerer Norbert Kresse hob hervor, dass die Bezirksregierung immer ein offenes Ohr gehabt habe, wenn es um die Lösung von „kniffligen Fragen“ in anstehenden oder laufenden Baumaßnahmen ging. Gernot Berghahn lobte seinerseits das Mindener Handlungskonzept für die Innenstadt. „Die Stadt Minden verfolgt mit dem Konzept seit 2010 eine konsequente Strategie die von einer breiten politischen Mehrheit getragen wird. Das gab und gibt Planungssicherheit auch für private Investoren“, berichtete Lars Bursian. Auf die Frage von Gernot Berghahn, ob auch in Minden die öffentliche Förderung zu maßgeblichen privaten Investitionen geführt hat, nannte Bürgermeister Jäcke die Wiederbelebung des Hertie-Komplexes nach sechs Jahren Leerstand, die geplante Errichtung eines Geschäftshauses am Scharn durch einen Investor und die ebenfalls geplante Wiederbelebung der Wehmeyer-Immobilie an der Martinitreppe als Beispiele. Die Neugestaltung der Fußgängerzone habe zu Synergieeffekten geführt, „die wir uns auch gewünscht haben“, so Jäcke.

Gernot Berghahn, der 1985 bis 1990 für die Vergabe von Städtebaufördermitteln bei der Bezirksregierung verantwortlich war, erinnerte an die großen Summen, die seinerzeit für die Sanierung und Modernisierung der historischen Stadtkerne bewilligt wurden – mehr als 100 Millionen DM allein für Ostwestfalen-Lippe. 26 Millionen Euro seien nun aktuell in die Region geflossen. Dass ein Teil davon in Minden „gut verbaut“ worden ist, davon überzeugte sich der Regierungs-Vizepräsident bei dem Rundgang. Dieser führte vom Markt (hier Wasserspiel, touristische Ausschilderung und digitales Minden) über die Obermarktstraße (fast abgeschlossene Bauarbeiten in der Fußgängerzone), den Trockenhof (geplanter barrierefreier Ausbau), die Ritterstraße (saniertes Mindener Museum) weiter über die Bäckerstraße (Neugestaltung Fußgängerzone) an die Weserpromenade (hier Gestaltungswettbewerb geplant)  und zurück über die Tonhallenstraße zum Markt.

www.minden.de